Professionelles Coaching: Was zeichnet gute Coaches aus?

Ziel des Coaching ist es, den Klienten zu unterstützen für berufliche und persönliche Herausforderungen eigene Lösungen zu finden. Coach und Klient analysieren gemeinsam das Anliegen. Der Klient definiert das Ziel und es wird ein Klärungsprozess initiiert. Wichtig dabei ist, dass der Klient selbstbestimmt und eigenständig den Coachingprozess durchläuft. Mit der Unterstützung des Coaches analysiert der Klient sein Arbeitsumfeld und seine Ressourcen und erschließt neue Denk-, Entwicklungs- und Handlungsspielräume.

Was ist Coaching?

Coaching kann sowohl für einzelne Mitarbeiter im Einzelcoaching als auch für Teams und Abteilungen im Teamcoaching genutzt werden. Typische Themen im Coaching sind:

  • Bewusstmachen der Potentiale und Ressourcenentwicklung der Mitarbeiter
  • Stärkung der Führungs- und Teamfähigkeit von Führungskräften und Mitarbeitern
  • Verbesserung der Zusammenarbeit und Kommunikation in Teams
  • Effizientes und wirksames Konfliktmanagement in Teams
  • Unterstützung bei Veränderungsprozessen/Change Management
  • Organisationsentwicklung und Kulturwandel in Unternehmen
  • Karriereplanung und Karriereentwicklung von Mitarbeitern

Beziehung zwischen Klienten und Coach

Augenhöhe und Freiwilligkeit

Klient und Coach begegnen sich auf Augenhöhe. Das Coaching beruht auf gegenseitiger Akzeptanz sowie Freiwilligkeit. Der Coach und der Klient stimmen sich in Bezug auf Inhalt, Methoden und Ablauf des Coachings ab.

Der Coach ist Prozessbegleiter und bietet dem Klienten lösungsorientierte Anregungen. Somit schafft der Coach einen Rahmen für den Klienten, der die Erarbeitung neuer Entwicklungs- und Handlungsspielräume fördert. Dabei wendet der Coach systematisch verschiedene Interventionstechniken an. Mit Unterstützung des Coaches erarbeitet der Klient eigene Lösungen und setzt diese um. Daher spricht man bei einem erfolgreichen Coaching von „Hilfe zur Selbsthilfe“.

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Der Coachingprozess

Zeitlich begrenzt und ergebnisoffen

Ein Coachingprozess umfasst in der Regel drei bis zehn Sitzungen und ist damit zeitlich begrenzt. Ein zentraler Aspekt ist, dass der Coach nach Abschluss des Prozess nicht mehr benötigt wird. In einem Coachingprozess finden idealtypisch folgende Schritte statt:

  • Erstgespräch mit Auftrags- und Zielklärung
  • Analyse des Anliegens und der bisherigen Lösungsansätze
  • Erarbeitung alternativer Lösungswege und Aufzeigen der Folgewirkungen
  • Vergleich der bisherigen mit den neuen Handlungsalternativen
  • Umsetzung der Handlungsalternativen in die Praxis und Überprüfung
  • Feedback und Reflektion
  • Evaluation des Coachingprozesses

Da zu Beginn des Coachings eine Zielfestlegung des Klienten erfolgt, ist das Ergebnis des Coaching-Prozesses überprüfbar. Dabei bleibt der Coachingprozess flexibel und ergebnisoffen.

Erprobte und wissenschaftlich fundierte Methoden

Der Coach greift auf ein breites Spektrum etablierter Methoden aus den Sozial- und Geisteswissenschaften zurück. Zumeist entstammen die Methoden der Psychologie, der Pädagogik, der Soziologie sowie den Wirtschaftswissenschaften.

Die Methoden dienen vor allem der Analyse und Bearbeitung des Anliegens sowie der Herleitung der Lösung. Beispielhaft wendet der Coach situativ passende Gesprächs- und Fragetechniken, Entscheidungsfindungen, Rollenanalysen, Werte- und Ressourcenanalysen, Zielklärungsmethoden sowie Systemvisualisierungen an.

Unterschied zwischen Coaching, Training und Psychotherapie

Inhaltlich ist Coaching zumeist auf die persönliche und berufliche Weiterentwicklung der Klienten fokussiert. Im Vergleich zu benachbarten Berufsfeldern unterscheidet sich Coaching wie folgt:

  • Training ist eine fachliche Vermittlung von Wissen und Fertigkeiten. Der Klient erlernt eine idealtypische Verhaltensweise für gegebene Situationen. Der Trainer ist der Experte. Typische Trainingsangebote umfassen Vertriebstraining, Präsentationstraining oder Selbst- und Zeitmanagement-Training. Anders als Training dient Coaching nicht primär der Vermittlung von Expertenwissen. Dagegen übernimmt der Klient im Coaching selbst eine aktive Rolle, indem er eigene Lösungen erarbeitet. Coaching ist beziehungsorientiert.  Zum Coaching können ergänzend Trainingsmaßnahmen eingesetzt werden, um gewünschte Fähigkeiten des Klienten weiterzuentwickeln.
  • Psychologie und Psychotherapie wird weitestgehend zur Linderung und Heilung von diagnostizierten psychischen Krankheitsbildern eingesetzt. Psychologen und Psychotherapeuten verfügen über eine wissenschaftliche Ausbildung und entsprechende diagnostische und therapeutische Kenntnisse. Im Vergleich dazu unterstützten professionelle Coaches psychisch gesunde Menschen bei der Erreichung ihrer Ziele. Coaching ist freiwillig und zeitlich begrenzt.
  • Moderation umfasst die Kommentierung von Problemlösungs- und Entscheidungsprozessen, insbesondere bei Teamentwicklungsfragen in Organisationen. Moderation bedeutet, dass fachliche Aspekte erörtert werden, jedoch nicht persönliche wie im Coaching.

Professionelles Coaching

Hohe Anforderungen an professionelle Coaches

Die fachliche Ausbildung und Qualifikation bildet die Grundlage für die Arbeit als Coach. Eine erfolgreich abgeschlossene Ausbildung nach den Standards der etablierten Verbände stellt die Grundausbildung dar. Ein abgeschlossenes Studium der Wirtschaftswissenschaften, Psychologie, Pädagogik sowie Medizin des Coaches ist ein weiteres Qualitätsmerkmal.

Der Coach sollte über eine ausgeprägte Reflexionsfähigkeit verfügen und dem Klienten mit Empathie und Respekt entgegentreten. Ein humanistisches Menschenbild sowie ein pluralistisch-demokratisches Gesellschaftsverständnis sind weitere Grundvoraussetzungen. Der Coach hat ein klares Rollenbewusstsein und unterliegt der Schweigepflicht bezüglich der Inhalte des Coachings gegenüber Dritten, einschließlich des Auftraggebers (z.B. Unternehmen, deren Mitarbeiter gecoacht werden.

Fazit

Professionelles Coaching unterstützt Klienten bei persönlichen und beruflichen Herausforderungen

Mitarbeiter und Führungskräfte stehen heute durch den zunehmenden Wettbewerb, die Flexibilisierung und Digitalisierung vor komplexen Herausforderungen. Dadurch wächst der Bedarf an fachlicher Beratung sowie der persönlichen Unterstützung der Mitarbeiter. Coaching ist die populärste Personalentwicklungsmaßnahme im Management. Zusammen mit dem Coach initiiert der Klient einen Reflexionsprozess, der ihm neue Denk- und Handlungsalternativen für sein Anliegen aufzeigt. Diese Aufgabe ist eine anspruchsvolle Dienstleistung, die psychologische, pädagogische und wirtschaftliche Erfahrungen des Coaches zwingend voraussetzt.