Innovationsberatung, Training & Coaching

Kundenorientierung, Effizienz und Agilität

Die Digitalisierung, die Flexibilisierung sowie der Wettbewerb stellen kleine wie große Unternehmen vor enorme Herausforderungen. Innovationszyklen verkürzen sich und stellen komplette Wirtschaftszweige auf den Kopf. Um diesen Herausforderungen erfolgreich zu begegnen verändern Unternehmen ihre Organisationsstrukturen und Kulturen. Dieser Wandel kann unterschiedlich erfolgen – jedoch werden ähnliche Ziele verfolgt: mehr Kundenorientierung, mehr Mitarbeiterfokus, mehr Agilität, mehr Innovationsfähigkeit. Eine spezialisierte Innovationsberatung, aber auch Coaches & TrainerInnen unterstützen Unternehmen in diesem Prozess erfolgreich.

Innovationsberatung

Viele etablierte Unternehmen habe dies bereits erkannt und setzen auf innovative Strukturen, um ihr Innovationsmanagement zu verbessern. Dies erreichen sie, indem sie:

  • Agile Teams mit flachen Hierarchien aufbauen, z.B. durch den Aufbau digitaler Einheiten
  • Organisationsstrukturen flexibilisieren und die Eigenverantwortung der Mitarbeiter fördern
  • Innovative und agile Management-Methoden aus dem Bereichen Ideation, Design Thinking, Lean-Start-up, Scrum einführen und deren Anwendung fördern
  • Neue Positionen wie Agile Coaches schaffen, die gezielt die Agilität und Innovationskraft der Teams und des Unternehmens fördern
  • Kooperationen mit Start-ups, z.B. durch Venture Capital-Investitionen oder den Aufbau von Acceleratoren, und Netzwerkunternehmen eingehen
  • Ausgründungen bzw. Spin-offs der eigenen Mitarbeiter unterstützen

Die passende Innovationsberatung mit bettercoach finden

Wir verbinden Sie sowohl mit Beratungen als auch einzelnen Experten u.a. zu den Themen Innovation, Design Thinking und digitale Transformation. Ihr Anliegen ist die Basis – unser ausgewähltes Netzwerk und Matching sorgen für eine Vermittlung der besten Experten für Ihr Anliegen.

Enablement durch Innovationsberatung, Training & Coaching

Einen Blick auf das bisherige Innovationsmanagement richten – Innovationskompetenz, Innovationskraft und Agilität stärken

Wenn Unternehmen ihre Innovationsfähigkeit verbessern möchten ist eine Bestandsanalyse des bisherigen Innovationsmanagements und der Agilität des Unternehmens zu empfehlen. Dabei kann das Unternehmen mit internen Mitarbeitern und/oder Unterstützung externer Berater folgende Aspekte beleuchten:

  • Wie und wo entstehen Innovationen im Unternehmen?
  • Wie werden Mitarbeiter motiviert eigenständig neue Ideen zu entwickeln?
  • Welche Innovationen wurden in der letzten Zeit erfolgreich auf den Markt gebracht? Welche Innovationen sind gescheitert und warum?
  • Welche Hindernisse, organisatorisch oder strukturell, stehen den Innovationen im Weg?
  • Was sind die Entscheidungsprozesse und wie lange dauert der Prozess bis zum Markt-Launch neuer Produkte und Dienstleistungen?

Die Bestandsanalyse dient dazu, die Stärken und Schwächen des bisherigen Innovationsmanagements zu identifizieren. Basierend auf der Analyse können Handlungsempfehlungen abgeleitet werden, um die Innovationskraft des Unternehmens zu stärken.

Innovationsberatung, Training oder Coaching kann Unternehmen dabei helfen. Berater können bei der Entwicklung der passenden Prozesse, Strukturen und Strategien unterstützen. Coaches können bspw. Führungskräfte und Teams bei den persönlichen Herausforderungen zur Durchsetzung von Innovationsprojekten unterstützen. Trainer unterstützen die Mitarbeiter bei der Anwendung innovativer und agiler Methoden.

Im Folgenden sind 3 Ansätze beschrieben, die die Innovationskraft durch Effizienz, Kundenorientierung und Fokussierung fördern.

Design Thinking

Entwicklung und Erprobung neuer Ideen

Design Thinking ist ein Ansatz zur Entwicklung von Ideen und Lösungen, um Kundenprobleme zu adressieren. Ziel ist es erfinderisches Denken anzuregen und bei der Lösungserarbeitung eine starke Kundenorientierung in den Mittelpunkt zu stellen. Die Frage „Was wünscht der Kunde?“ steht im Zentrum. Das Verfahren entstammt ursprünglich aus der Design-Entwicklung. Designer verfolgen iterative Schritte, die eine Beobachtung der Nutzer und anschließende Ideenentwicklung und mehrfache Produktverfeinerungen umfassen.

Für den Design Thinking Prozess werden multidisziplinäre Teams zusammengestellt, die ohne Hierarchien offen zusammenarbeiten. Es wird davon ausgegangen, dass kollektive Lösungsansätze individuellen Vorschlägen überlegen sind. Innovationsbarrieren werden während des Prozesses so gut es geht abgeschafft. Design Thinking eignet sich sehr gut für Probleme, die schwer zu fassen sind: weder kennt das Management oder Team die Lösung noch eine Umsetzung.

Der Design Thinking Prozess besteht aus 6 Iterationsschritten.

  1. Understand: Das Team erarbeitet ein erstes Verständnis über das Problemfeld und die Herausforderungen der Nutzer.
  2. Observe: Die Mitglieder recherchieren, um das Problemfeld des Nutzers besser zu verstehen. Dazu werden Beobachtungen und Nutzerbefragungen durchgeführt. Das Team untersucht systematisch den Customer Journey um folgende Fragen zu beantworten: Was sind mögliche Fehler im Produkt? Wo gib es unerfüllte Kundenwünsche? Was ist das grundlegende Bedürfnis des Nutzers?
  3. Synthesis/Point of View: Die Erkenntnisse aus den vorigen Schritten werden auf einen Standpunkt bzw. Synthese zusammengefasst. Die Teammitglieder führen einen offenen Austausch, der einen gemeinsamen Wissenstand ermöglicht. Dieser Prozess ist die Basis für die gemeinsame Definition des Standpunktes.
  4. Ideation: Das Team erarbeitet Ideen durch die Anwendung verschiedener Kreativitätstechniken. Ziel ist es, möglichst viele Ideen zu generieren. Die Ideen werden verfeinert und abschließend bewertet. Die zentralen Bewertungskriterien sind Wirtschaftlichkeit sowie Umsetzbarkeit der Idee.
  5. Prototyping Testing: Die ausgewählten Ideen werden in Prototypen (Modelle, Artefakte etc.) umgesetzt, um die Ideen weiter zu verfeinern und besser zu verstehen.
  6. Test: Die verfeinerten Prototypen werden durch die Nutzergruppe getestet. Durch das Feedback erfolgen weitere Iterationen und Verbesserungen der Lösung.

Design Thinking kann sowohl von Start-up als auch Großunternehmen genutzt werden. Teams können den gesamten Prozess durchlaufen oder einzelne Prozessschritte nutzen, um neue Ideen zu generieren.

Der zentrale Vorteil von Design Thinking ist die klare Struktur des Prozesses und das vielversprechende Ergebnis: die Entwicklung kundenzentrierter Lösungen. Zudem fördert Design Thinking eine erfolgreiche Teamzusammenarbeit und den Abbau von Innovationshindernissen.

In der Praxis scheitern die entwickelten Ideen häufig an der Implementierung, z.B. durch Entscheidungsbarrieren oder Budgetrestriktionen im Unternehmen. Damit Design Thinking innerhalb einer Organisation genutzt wird, ist daher die erfolgreiche Umsetzung der Ideen und die Schaffung von Blaupausen sehr wichtig.

Design Thinking

Lean Start-up Methoden

Produktentwicklung verkürzen

Lean Start-up ist eine Sammlung von Annahmen zur effizienten Entwicklung von Produkten und Geschäftsmodellen. Begründet wurden die Grundsätze von Eric Ries. Mit Hilfe der Lean Start-up Grundsätze können Produktentwicklungszyklen verschlankt und verkürzt werden. Die Idee ist zügig erste Versionen von Produkten, sogenannte Minimum Viable Products (MVP), auf den Markt zu bringen und mit dem Kunden zu testen. Anhand des Kundenfeedbacks und Produktiterationen kann das MVP verbessert werden. Kurz gesagt folgt der Ansatz dem Prinzip „learning by doing“. Somit können Unternehmen Entwicklungskosten reduzieren und das Risiko langer Planungsphasen beim Produktdesign minimieren.

Im Folgenden sind die zentralen Hypothesen und Vorschläge zusammengefasst:

  1. Entrepreneurs are everywhere: Gründer sind überall zu finden, nicht nur in Start-ups. Die Gründer-Charaktere müssen auch in großen Unternehmen gezielt gesucht und gefördert werden. Um die Innovationskraft der Gründer zu nutzen, benötigen diese den notwendigen Spielraum, schlanke Prozesse und passende Teams & Mitarbeiter.
  2. Minimise product development: Es geht darum möglichst schnell herauszubekommen, was als Produkt angeboten werden soll, wie man Kunden erreicht und wie dies vom Kunden aufgenommen wird. Jeder Prozessschritt, der nicht diesem Ziel dient, ist obsolet und soll ausgeklammert werden.
  3. Validated Learning – Build – Measure – Learn. Dieser Prozess impliziert ständiges Hypothesen-Testen durch schnelle Kundenfeedback-Schleifen und die Realisierung von Produkt-Anpassungen.
  4. Innovation Accounting: Um den Lernfortschritt zu dokumentieren und zu Prozesse zu verbessern wird eine Innovationsbilanz erstellt. Metriken der Bilanz können sich auf die Aspekte Wert für den Kunden, Skalierung oder Wachstum beziehen.

Die Lean Start-up Annahmen sind sowohl für große als auch kleine Einheiten anwendbar. Dabei geht es nicht darum, jede einzelne Methode nach dem Lehrbuch umzusetzen – sondern vielmehr, die Aspekte aufzugreifen, die effizient und effektiv im eigenen Team und Unternehme genutzt werden können.

Der Vorteil der Lean Start-up Methoden ist die einfache Verständlichkeit und die Fokussierung auf das Wesentliche: Effizienz, Schnelligkeit und Kundenfokus. Als Nachteil ist zu nennen, dass nicht alle Vorschläge universell anwendbar sind.

Objectives and Key Results (OKRs)

Agile Zielsetzung

OKRs ist eine Methode zur Zielsetzung „Objectives“ und Messung von Ergebnissen „Key Results“ für Teams und Organisationen.  Die Zielsetzung erfolgt für definierte Zeiträume und kann sowohl auf der Team- als auch auf der Organisationsebene festgelegt werden.  Die Ziele müssen in die Unternehmensstrategie eingebunden sein. OKRs werden von vielen Technologie-Konzernen, aber auch von Start-ups genutzt.

Die Nutzung von OKRs dient folgenden Zielen:

  • Fokussierung der Teams und Mitarbeiter auf die zentralen Ziele
  • Schaffung klarer und transparenter Ziele, die für Mitarbeiter zugänglich und verständlich sind
  • Einführung bzw. Weiterentwicklung von messbaren Ergebnissen (Key Results) und deren Überprüfung
  • Gewährleistung strukturierter, partizipativer Zielvereinbarungsprozesse

Im Folgenden ist der Prozess für die Einführung von OKRs für ein Team exemplarisch dargestellt:

  1. Festlegung des Ziels (Objective): Das Ziel wird teamintern für einen bestimmten Zeitraum festgelegt, in der Regel sind es 3 Monate. Es wird in einem Satz formuliert, dient dem Unternehmensziel und ist ambitioniert gefasst, um das Team zu motivieren.
  2. Bestimmung der Ergebnisse (Key Results): Anhand der Ergebnisse kann gemessen werden, ob das Ziel erreicht wurde. Welche Zahlen werden sich verändern? Empfehlenswert ist die Festlegung von 3 Ergebnissen, die unterschiedliche Bedeutung haben, z.B. Umsatz, Effizienz oder Nutzerverhalten/Kundenzufriedenheit. Ebenso wie das Ziel müssen die Ergebnisse ambitioniert gesteckt sein.
  3. Wöchentliche Meetings: Nachdem das Ziel und die Ergebnisse festgelegt sind, trifft sich das Team zu Beginn jeder Woche, um die wöchentlichen Aufgaben festzulegen. Die Aufgaben dienen primär der Erreichung des Ziels. Dazu werden die zentralen Aufgaben für die folgenden Wochen besprochen. Am Ende der Woche bespricht das Team, ob die Aufgaben erledigt worden sind und ob das Ziel und die Ergebnisse innerhalb des Zeitrahmens erreicht werden können.

Ein zentraler Vorteil der OKRs ist die einfache Einführung. OKRs fördern fokussiertes Arbeiten, machen den Fortschritt messbar und fördern den Austausch der Mitarbeiter.

Ein Nachteil ist der anfallende Abstimmungsbedarf. Gerade in größeren Organisationen muss sichergestellt werden, dass die Team-spezifischen OKRs der Unternehmensstrategie entspricht. Zudem ist die Anwendung und Implementierung von OKRs nicht trivial – motivierende und effektive Ziel- und Ergebnissetzungen benötigen Übung und genaue Anleitung.

Fazit

Innovationskultur in der Organisation mithilfe von Innovationsberatung fördern

Erfolgreiches Innovationsmanagement wird durch schlanke Entscheidungsstrukturen, flexible Organisationsstrukturen, multidisziplinäre Teams und eigenverantwortliche Mitarbeiter gefördert. Unternehmen können ihr Innovationsmanagement verbessern, indem sie die Stärken und Schwächen dieser Aspekte beleuchten und bereit sind, innovative und agile Methoden sowie Prozesse zu implementieren.

Neben der Anwendung moderner Tools ist ein zentraler Aspekt, dass das Management und die Mitarbeiter Offenheit und Innovationsfreude leben.

Erfolgreiches Innovationsmanagement resultiert somit maßgeblich aus der passenden Haltung der Mitarbeiter: Im Einklang mit wirtschaftlicher und technischer Machbarkeit müssen die Bedürfnisse und Präferenzen der Kunden im Mittelpunkt der Arbeit stehen. Mit einer entsprechenden Innovationskultur erhöhen Unternehmen die Chance, echte Innovationen erfolgreich im Markt zu verkaufen. Eine spezialisierte Innovationsberatung unterstützt Unternehmen in diesem Prozess. Dazu können Coaches sowie Trainer Mitarbeiter darin befähigen neue Perspektiven zu erschließen und agile, innovative Management-Methoden anzuwenden.